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3.7 Ressourcen und Organisation

Der Ressourcenbedarf in der Verwaltung zur Umsetzung der Empfehlungen der Leitlinien bezieht sich insbesondere auf die Erstellung der Vorhabenliste, die Erstellung der Beteiligungskonzepte und die Durchführung von Beteiligungsverfahren.
Ein Pool von ehrenamtlichen auch mehrsprachigen Helfern – in Workshops geschult – sollte der/dem Bürgerbeauftragten und den Bürgern zur Verfügung stehen, um Beteiligungsverfahren nicht an Unklarheiten scheitern zu lassen
Peter Gooß, 25.11.2014 01:55
Das Budget für das jeweilige Bürgerbeteiligungsverfahren ist im federführenden Fachamt einzurichten.
Für die Umsetzung der Leitlinien ist es wichtig, dass in der Organisation der Verwaltung geeignete Ansprechpersonen und potentielle Projektleitungen benannt und mit den benötigten zeitlichen Kapazitäten und Fachwissen ausgestattet werden. Dieses Wissen muss durch entsprechende Schulungsangebote (weiter) aufgebaut werden. Weiteres Schulungsthema soll die Gestaltung offener Aushandlungsprozesse mit Bürgerinnen und Bürgern, Politik und Verwaltung sein, um Mut zur Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen zu machen.
Außerdem soll ein Erfahrungsaustausch für die Mitarbeiterschaft in Kooperation mit der Personalabteilung und der zentralen Steuerungsunterstützung initiiert werden. Darüber hinaus soll die Volkshochschule und weitere Organisationen gewonnen werden, um Angebote zur Qualifizierung der Bürgerschaft anzubieten.
Verbindlichkeit Leitlinie: Statt 'Außerdem soll ... werden' besser ' Außerdem wird ...'. Statt 'Darüber hinaus soll ... gewonnen werden...' besser ' Darüberhinaus werden ... gewonnen ...'.
Jürgen_F_Schaldach, 29.11.2014 20:30
Es wird eine zentrale Koordinations- und Servicestelle mit Querschnittsfunktion eingerichtet, die folgende Dienstleistungen für die Verwaltung, die Politik und die Bürgerschaft zu Verfügung stellt:
Ich hatte weiter oben schon einen Ausbau der Stabstelle Bürgerbeteiligung vorgeschlagen, damit sie den vielfältigen Aufgaben auch gerecht werden kann.
Jürgen Maier, 26.11.2014 15:22
Ich schließe mich Jürgen Maier an.
Jutta Habermann, 30.11.2014 23:21
  • Erstellung, Veröffentlichung und Fortschreibung der Vorhabenliste

  • Bearbeitung der Anregungen von Bürgerbeteiligung

  • Zentrale Ansprechstelle für die Bürgerschaft

  • Methodische Unterstützung der Fachämter bei der Erstellung der Beteiligungskonzepte und deren Umsetzung

  • Qualitätskontrolle

  • Begleitung der Evaluation

  • Erstellung des Bürgerbeteiligungsberichts

  • Weiterentwicklung der Leitlinien

  • Organisation und Durchführung von internen Schulungen und Erfahrungsaustausch

  • Öffentlichkeitsarbeit

  • Netzwerkarbeit

  • Redaktion einer neu aufzusetzenden Beteiligungswebseite
  • Es wird empfohlen, diese zentrale Koordinations- und Servicestelle als eine Tandemstruktur aufzubauen, die sich aus der Verwaltung und einem externen Träger zusammensetzt. Grundlage für das gemeinsame Arbeiten könnte eine Geschäftsordnung bilden. Der Vorteil dieser Lösung bestünde darin, dass Beteiligungsprozesse bereits in der Koordinations- und Servicestelle unter verschiedenen Perspektiven betrachtet und der Ansatz der aufsuchenden, dezentralen Beteiligung - wie in den Leitlinien formuliert - besser umgesetzt werden könnte, da der externe Träger vor Ort gemeinsam mit der Stadtverwaltung eine solche konzeptionelle Ausrichtung ausfüllen könnte.
    Dies ist eine interessante Überlegung. In diesem Tandem könnte die "Stabstelle Bürgerbeauftragte" vor allem die stadtinterne Qualifizierung, Vermittlung, Koordination und Beteiligungssicherung übernehmen, während ein Träger von außen beauftragt wird die Bürgerbeteiligung in den Stadtteilen und Quartieren zu koordinieren. Es gibt in Darmstadt dafür Träger, die seit vielen Jahren Beteiligung im Rahmen der Gemeinwesenarbeit organisieren, Bürgerinnen und Bürger in Beteiligungsprozessen qualifizieren und entsprechende Kompetenzen haben.
    Jürgen Maier, 26.11.2014 15:35
    Gute Idee!
    Peter Gooß, 28.11.2014 01:52